Cressier NE
Die erste urkundliche Erwähnung von Cressier erfolgte 1180 unter dem Namen Crisciaco, das auf den galloromanischen Personennamen Criscius zurückgeht. Die Gegend von Cressier war aber schon viel früher besiedelt. (Wikipedia und historisches Lexikon) lesenswerte Geschichten. Liste der Kulturgüter
Deutung: Ortsnamen.ch
Erläuterung:
Cressier wurde ursprünglich aus einem Personennamen keltischen Ursprungs gebildet, der häufig in der lateinischen Form Crixsius oder Crixius (Holder I, 1170er Jahre; Morlet III, 72a) belegt ist, und aus dem keltischen toponymischen Suffix -akos/-acum. Die von Stadelmann (1902a: 26; vgl. auch Jaccard 1906: 122; Aebischer 1976: 107) vorgeschlagene Form *Criscius hat den Nachteil, dass sie rein hypothetisch ist. Dieser Ortsname hat viele Entsprechungen in Frankreich (z. B. Crissé, Cressy) und in der Romandie (→ Cressier FR, Crissier VD). Dieser Name ist Teil der großen Schicht von Ortsnamen aus der Römerzeit, die aus einem lateinischen Personennamen mit dem keltischen Toponymsuffix -akos/-acum gebildet wurden. Diese Namen bezeichneten ursprünglich ein ländliches Anwesen (lateinisch fundum) mit dem Namen der Familie („Clan“) des ersten Besitzers. Sie zeugen von einer Zeit, in der ein Teil der keltischen Bevölkerung begann, lateinische Personennamen zu verwenden, während sie weiterhin ihre eigene Sprache sprach; Gleichzeitig sind sie ein Hinweis auf eine wichtige Bewegung privater Landaneignung. In der Westschweiz führen Namen mit dem Suffix -akos/-acum, die auf einen römischen Nichtjuden zurückgehen, zu [je] (geschrieben -ier oder
-iez) in alten Formen, dann zu [i] (geschrieben -y) in den meisten modernen Formen. Manchmal, wie im Fall von Cressier NE; die alte Form ist bis heute erhalten; die zu Beginn des 20. Jahrhunderts bezeugten Dialektformen scheinen hingegen den Übergang zur moderneren Aussprache mit [i] zu bezeugen. In der Deutschschweiz und im südlichen Elsass ist -akos/-acum in der Form -ach erhalten, wie es beim Exonym Grissach für Cressier der Fall ist (siehe auch → Dornach SO, Bettlach SO, Bülach ZH usw.). In Norditalien und im Tessin ergibt sich aus dem Suffix -ago (→ Brissago TI
1986
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