Kyburg-Buchegg
Die erste urkundliche Erwähnung von Buchegg erfolgte 1175 unter dem Namen Boucecca, was sich aus den Wortbestandteilen Buche und Egg (Geländevorsprung an einem Steilhang) zusammensetzt. Kyburg erscheint erst 1517 erstmals als Kÿberg in den Schriften und hat wahrscheinlich nichts mit dem Burgdorfer Geschlecht der Grafen von Kyburg zu tun. Es wird vermutet, dass der Name aus einer Zusammenführung von chyd (Spalte; nämlich der Höllgraben) und berg abgeleitet ist. (Wikipedia und historisches Lexikon) Liste der Kulturgüter
Kyburg: Bisherige Deutungen:
Boesch (1971: 166) stellt die Belege Kÿberg, Kÿbhoff etc. zu altalemannisch chyd, schwäbisch Keid «Spross, Keim; Spalt, aus dem der Keim erwächst», zu einer indoeuropäischen Wortgruppe «sich spalten, keimen, aufblühen». Ein analoger Name (Kybfelsen) findet sich in Freiburg im Breisgau. Der Kÿberg wäre somit der «gspalten Berg», der «Berstenberg». Der geographische Befund stützt diese Deutung. Ein Zusammenhang mit → Kyburg ZH wird von Boesch abgelehnt: «Im Jahre 1375 bemächtigten sich die Kyburger widerrechtlich der Burg Buchegg und verbrannten sie 1383. Aber auf die Benennung des Burghofes haben sie in der kurzen Zeit der Besetzung keinen Einfluss haben können.» Lätt (1994: 106) schliesst sich diesen Überlegungen an.
Besprechung: Ortsnamen.ch und
Deutung:
Boeschs Deutung ist beizustimmen. Der Name Kyburg bedeutet «gespaltener Berg». Das Grundwort lautet in der Mundart heute noch -berg, ist aber hochsprachlich zu -burg umgedeutet worden. Die nahe verwandten und zum Teil gleichbedeutenden Elemente Burg und Berg konnten im Lauf der Geschichte leicht gegenseitig ausgetauscht werden (Boxler 1990: 81s; LUNB I, 110). Die moderne schriftliche Form des Ortsnamens dürfte in Anlehnung an den Namen des Schlosses Kyburg ZH entstanden sein (SONB I, 431).
Buchegg: Deutung:
Seit Meyer (1948: n° 3; cf. Lätt 1994: 105 und SONB I, 233) wird der Name Buchegg übereinstimmend als eine «mit Buchen bestandene Egg» gedeutet. Bestimmungswort ist mittelhochdeutsch buoch «Buchengehölz, Hain» (Id. IV, 982s); Egg (althochdeutsch ecca) wird oft als Grundwort von Burgennamen verwendet. Der Name bezog sich ursprünglich auf den gräflichen Wohnturm und wurde erst später auf das Dorf übertragen. gs
Kommentar
Der Beleg 1263 Testes qui tunc aderant: … K. de Kiberch (SOUB II, 120), der im QW I/1 (Register, 829) mit Kyburg SO identifiziert wird, bezieht sich wahrscheinlich auf Kilchberg BL (SOUB II, 120). Buchegg: 1 Kopie des 15. Jahrhunderts, Übersetzung.
1985
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