Radelfingen
894 als Ratolingun erstmals erwähnt (Wikipedia und Historisches Lexikon) Liste der Kulturgüter
Der Ort ist römisch-helvetischen Ursprungs. Eine Ortssage, dass Radelfingen eine grosse Stadt gewesen sei, die verbrannt und nicht wieder aufgebaut worden sei. Man hat aus dieser Sage die Vermutung ziehen wollen, dass Radelfingen sogar eine der althelvetischen Städte gewesen sein möchte, welche die Helvetier bei ihrem Auszug verbrannt haben. Allein wenn wir auch gerne die Möglichkeit zugeben, dass Radelfingen schon vor der römischen Zeit gestanden sei und zu den keltisch-helvetischen Ansiedlungen gehört habe - da in diesen selbst die Römer sich vorzugsweise festzusetzen pflegten - , so zeugen doch die vorhandenen Baureste von römischem Alterthum und die Zerstörung durch Feuer, welche der Ort allerdings erlitten haben muss, da sich überall im Boden Kohlen und Aschenlagen vorfinden, hat wahrsscheinlich bei einem germanischen Einfalle stattgefunden.
Deutung: Ortsnamen.ch
Radelfingen «bei den (Gefolgs-)Leuten, der Sippe des Ratolf» ist aus dem zweigliedrigen althochdeutschen Personennamen Ratolf (Förstemann I, 1219; cf. auch Boesch 1952: 271) und der Ortsnamenendung -ingun (> -ingen > -igen) gebildet. Das Rad im Gemeindewappen beruht auf einer volksetymologischen Umdeutung des nicht mehr verständlichen Namens. gs/ks
Kommentar
1 Spätere Fälschung. Der in verschiedenen Publikationen zitierte Beleg Ratolingun (9. Jahrhundert) findet sich laut BENB Dok erstmals bei Jahn (1850: 360) und bezieht sich dort auf eine sagenhafte grosse Stadt, die verbrannt und nicht wieder aufgebaut worden sei. Die seither nicht bestätigte Form kann nicht als zuverlässig betrachtet werden.
1988
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